Manchmal denkt man sich als Veranstalter, ob es die ganze Mühe überhaupt wert ist: die vielen Überlegungen im Vorfeld, die Telefonate, der ganze organisatorische und zeitliche Aufwand. Könnte man es sich nicht einfacher machen und einmal nur die Füße hochlagern? Doch dann, wenn alles aufgebaut und eingestellte ist und die Spannung vor dem Beginn des Abends steigt, verflüchtigen sich diese Gedanken. Und wenn man zu guter Letzt nach Ende des Programms auf der Bühne steht und in die glücklichen Gesichter von Künstlern und Publikum blickt, dann weiß man es wieder: Es ist jede Zeit und Anstrengung wert!
Das trifft auch für den 1. KidSCH-Abend im heurigen Schuljahr zu, bei dem wir ein großartiges Duo in unsrem Aulatheater begrüßen durften. Peter Karner und Harald Pekar, besser bekannt unter dem Namen DeZWA, boten einem begeisterten Publikum alles, was das Herz eines echten Austropop-Fans begehrt: Sensible melancholische, philosophische, zum Teil mit schwarzem Humor gespickte Songs im ersten Teil des Abends und die absoluten Superhits mit Endorphingarantie im zweiten Teil. Alle waren am Ende der Veranstaltung zufrieden: das Publikum, die Künstler und nicht zuletzt auch die Veranstalter. Der Dank gilt einmal mehr all jenen, die zum Gelingen dieses 30. KiDSCH-Abends beigetragen haben!

Stellen Sie sich vor, die 2002 verstorbene schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren, eine der wohl bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen der Welt, hätte noch nicht das Zeitliche gesegnet und müsste einer überambitionierten Schulpsychologin zu ihrem Buch „Pippi Langstrumpf“ Rede und Antwort stehen, mit welchen Kritikpunkten sähe Sie sich möglicherweise konfrontiert?
Etwa damit, dass die Autorin in diesem Werk die Probleme eines sozial verwahrlosten Kindes verharmlose, dass sie die Sinnhaftigkeit der Institution Schule in Frage stelle oder sogar, dass darin ein versteckter Aufruf gegen die Staatsgewalt enthalten sei?
Genau von dieser Rahmenhandlung inszenierten Frau Prof. Mag. Karin Weirer-Schreiner und Frau Prof. Mag Corinna Bargehr Astrid Lindgrens Geschichte von Pippi Langstrumpf neu und das in einer Art und Weise, bei der das Zusehen zum reinen Vergnügen wurde. Alleine schon sechs verschiedene großartig gespielte Hauptcharaktere machten das Stück zu einem besonderen Erlebnis. Aber auch alle anderen Darstellerinnen und Darsteller aus den unterschiedlichen Klassen unserer Schule gaben im wahrsten Sinne des Wortes ihr Bestes. Am Ende waren alle zufrieden, die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die Regisseurinnen und natürlich auch das heftig applaudierende Publikum.
Die achte Spielsaison in unserem Aulatheater ist damit zu Ende gegangen und hinterlässt für alle Beteiligten nur eine Frage? Wann geht es endlich wieder los?

„Lieben Sie Brahms?“

fragte uns Markus Schirmer samt Freunden verschmitzt lächelnd vom Programmheft herunter, wohl wissend, dass die Antwort nur „Ja, und wir verehren ihn“ heißen würde. Angesichts der einzigartigen musikalischen Darbietung, die uns der auf allen Konzertbühnen der Welt bekannte Pianist, begleitet von den drei hervorragenden Streichern Reinhard Latzko, Yevgeny Chepovetsky und Jorge Enrique Lozano, am 16. April 2018 in der Aula unseres BRG bescherte, kann man mit Fug und Recht von dem Höhepunkt schlechthin in der Kidsch-Geschichte sprechen.

Die Erwartungen an dieses Konzert, das schon bald nach dessen Ankündigung ausverkauft war, waren groß; unter den Zuhörern befanden sich Honoratioren des Landesschulrats, unserer und anderer Schulen sowie auch einige Sponsoren. Schon am Nachmittag, als der wunderbare Fazioli-Flügel gestimmt wurde, herrschte eine besondere Stimmung im Schulgebäude. 

Nachdem uns Herr Univ.-Prof. Mag. Dr. Harald Haslmayr auf ungewöhnliche und spannende Weise mit besonderen Ereignissen in der Biografie Johannes Brahms vertraut gemacht hatte, konnten wir uns, bereits in eine ganz andere als die Alltagswelt geführt, dem Klaviertrio H-Dur op. 8 hingeben. Die Hingabe an die Musik war besonders dem Gesichtsausdruck und der ganzen Körperhaltung der Musiker anzusehen. Ihr gefühlvolles Spiel ließ das zuvor von Dr. Haslmayr Gesagte in unseren Seelen auferstehen, vor allem Brahms unglückliche Liebe zu der um Vieles älteren Clara Schumann, die für ihn später gute Freundin und Lebensmensch wurde. Das intellektuell über Brahms Vernommene konnte durch die himmlische Tonart seiner Musik in uns mit der Empfindung verbunden und so zu einem Erlebnis des ganzen Menschen werden. Dieses innere Ereignis wurde äußerlich durch Donner und Blitz eines über Graz sich entladenden heftigen Gewitters kontrastiert und durch das energische Spiel der Musiker gespiegelt.

Nach der Pause schilderte uns Dr. Haslmayr zunächst tragische Zwischenfälle aus dem Leben von Brahms, wie seine Einweisung in eine Heilanstalt nach einem selbstmörderischen Sturz von der Rheinbrücke. Wir erfuhren auch musikalische Details über die vier Sätze des Klavierquartetts G-Moll op. 25, die wir nun hören sollten, unter anderem, dass der 1. Satz (Allegro) das reichste Stück war, das er komponierte, und der 4. Satz (Rondo alla Zingarese) beeinflusst war von seiner Bekanntschaft mit dem ungarischen Intellektuellen Reményi, mit dem Brahms auf Tournee ging. Wieder wurden die reinen Töne des Pianos auf vollkommene Weise von den Streichinstrumenten unterstützt. Der innige Gesichtsausdruck der drei Streicher, die Hingabe von Markus Schirmer veranschaulichten, welch wunderbare Erzieherin der Seele die Musik sein kann. Und dieser Teil der Erziehung sollte in der heutigen, vom Intellekt so eindeutig dominierten Welt wieder forciert werden.

Nach dem klassischen Konzert und den Standing Ovations trat Kollege Robert Kindigs Freund Wolfgang Ott auf die ihm schon von einem eigenen Konzert vertraute Bühne des Aulatheaters. Und vierhändig wurden wir wieder auf den Boden der sehr rockigen irdischen Realität gebracht.

Vielen herzlichen Dank an Markus Schirmer und seine Freunde, welche die kleine Bühne des BRG Petersgasse als nicht zu gering erachteten, um uns mit ihrem außerordentlichen Können zu verwöhnen. Dank auch an Wolfgang Ott, der uns gemeinsam mit Markus Schirmer zeigte, dass auch diese Welt ihre schönen Seiten hat. Nicht vergessen wollen wir Hanna Henzinger von der 7B, die ein tolles Programmheft gestaltet hat und alle anderen, die dazu beigetragen haben, diesen Abend zu ermöglichen. Ein besonderer Dank einmal mehr an Dr. Robert Kindig als Initiator von Kidsch, dem es aufgrund seiner Begeisterung für die Musik gelungen ist, außergewöhnliche Freundschaften zu schließen und seine Freunde auch tatsächlich auf die Kidsch-Bühne zu bringen.

 

Die Jahresabschlussvorspielstunde der etwas anderen Art konnte man gestern am Abend im Aulatheater des BRG Petersgasse erleben und das trotz größter Fußballkonkurrenz! Vor zahlenmäßig sehr respektablem Auditorium präsentierten unsere drei Schulbands ein abwechslungsreiches, zum Teil sehr anspruchsvolles Programm, was auch vom Publikum honoriert wurde. Der Titelhit "Don't stop me now!, ein, wie Professor Rudolf Wiesegger, Leiter des höchst ambitionierten Bandprojekts bemerkte "nicht gerade leichter Song" avancierte zur Hymne des Abends und wurde vom lauthals mitsingenden Publikum sogar ein zweites Mal eingefordert. Ein herzlicher Dank an alle helfenden Hände, die wieder zum Gelingen des Abends beigetragen haben, und natürlich auch an die jungen MusikerInnen und ihren engagierten Lehrer!

Wir gratulieren Sebastian Pfeiler (6A) sowie Mina Valerie Gruber und Katharina Liebmann(7B) zu ihren Erfolgen bei der Regionalrunde in Graz. Sie wurden für das Finale in Wien Ende Februar nominiert!

Wir wünschen ihnen weiterhin alles Gute! Sag's Multi

 

AKTIVITÄTEN UND PROJEKTE

Kreatives

Es sind immer die einfachsten Ideen, die außergewöhnliche Erfolge haben. (Leo Tolstoi)

Geisteswissenschaft

Das Leben verlangt gebieterisch eine Leitung durch den Gedanken. (Wilhelm Dilthey)

Soziales

Der Mensch lebt nicht voll, wenn er nur für sich lebt und sein Dasein bewahrt. (Berthold Auerbach)

RoboCup

Der Mensch ist das wichtigste und kostbarste Peripheriegerät eines Computers. (Unbekannt)

Naturwissenschaft

Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. (Max Planck)

Sport

Man sollte Sport treiben, ohne vom Sport getrieben zu werden. (Gerhard Uhlenbruck)